AdSense-Betrüger machen Google schwer zu schaffen

Googles Finanzchef George Reyes bemerkt dazu auf CNN/Money:

I think something has to be done about this really, really quickly, because I think, potentially, it threatens our business model

Ich habe mich von jeher gewundert, dass dieses Geschäftsmodell überhaupt funktionieren kann. Es dürfte nicht allzu schwierig sein, Goolges Sicherheitsmechanismen auszutricksen. Ein kleines Skript, das auch dafür sorgt, dass sich nach jedem Klick die IP-Adresse ändert, reicht eigentlich schon.

Man muss davon ausgehen, dass die meisten dieser Betrügereien unbemerkt bleiben. Google hat dadurch zunächst eigentlich keinen Nachteil, denn die Rechnung bezahlt ja der Werbetreibende. Leider kaufen Skripte in den seltensten Fällen etwas ein, und das fällt irgendwann auf.

Mit wachsender Popularität von AdSense wird dieses Problem für Google offensichtlich immer größer. Ich bin gespannt, ob und wie man das in den Griff bekommen wird.

CNN/Money: Google CFO: Fraud a big threat

5 Kommentare

  1. Kommentar von Wolfgang Sommergut am 4.12.04 12:26:

    Der ersten Betrüger werden gerade angeklagt, Google erhofft sich davon wahrscheinlich einen Abschreckungseffekt. Mich hat überrascht, dass bei den Machenschaften keine Scripts zum Einsatz kamen, sondern klickfreudige Zeigefinger
    (http://sommergut.de/wsommergut/archives/000867.shtml)

  2. Kommentar von Michael Pietroforte am 4.12.04 12:55:

    Es ist eigentlich nicht verwunderlich, dass nur solche Betrüger vor Gericht stehen, die das in Handarbeit versucht haben. Die mit den Skripten erwischt Google nämlich nicht. Die Strategie, ein paar Opferlämmer vor Gericht zu zerren, hat schon bei den Tauschbörsen nicht funktioniert. Jetzt wäre eine grundsätzlich neue Idee gefragt, wie man in einem globalen Netz Missbrauch verhindert. Die Google-Macher müssen nun beweisen, ob ihr Ruf als geniale Netzversteher wirklich gerechtfertigt ist.

  3. Kommentar von Wolfgang Sommergut am 4.12.04 15:09:

    … wobei die „Google-Killer“ Yahoo und MSN vor dem gleichen Problem stehen werden, sobald sie relevante Marktanteile erringen.

  4. Kommentar von Michael Pietroforte am 4.12.04 15:33:

    Das ist sicher richtig. Der Unterschied ist nur, dass es für die beiden Konkurrenten lediglich ein Problem darstellt, für Google jedoch eine Bedrohung. Schließlich ist weder Yahoo! noch MSN auf dieses Geschäft angewiesen.

  5. Kommentar von Wolfgang Flamme am 3.01.05 01:15:

    War und bin genau Deiner Meinung ( http://www.m-e-x.de/blog/archive/000951.html ). Nur in den Griff wird man das nicht bekommen. Wie auch?