Auf welchen Rechnern Windows Vista wirklich läuft

Auf einer speziellen Web-Seite von Microsoft können PC-User nun nachlesen, welche Mindestanforderungen ein Rechner erfüllen muss, damit darauf Windows Vista läuft. Bei allem Respekt: Die Kriterien sind lachhaft.

Für einen "Windows Vista Capable"-PC reichen demnach ein 800-Megahertz-Prozessor, 512 Megabyte RAM und eine Grafikkarte aus, die DirectX 9 unterstützt. Wer dagegen unter Vista die neue Oberfläche "Aero" nutzen möchte, benötigt einen "Windows Vista Premium Ready"-Rechner: CPU mit mindestens 1 GHz, dazu 1 Gigabyte RAM, eine Grafikkarte mit 128 MByte Speicher und 15 Gigabyte Platz auf der Festplatte. Nach den Erfahrungen, die ich mit allen Betriebssystemen von Microsoft und deren Erweiterungen machte, von MS-DOS über die ersten Windows-Gehversuche à la 3.0 bis hin zu XP, kann man diese Werte nur als grobe Untertreibung bezeichnen. Der Realität dürften folgende Daten näher kommen: Für "Vista Capable": mindestens eine 3-GHz-CPU und 1 Gigabyte Speicher; die Grafikkarte kann sicherlich mit 128 MByte auskommen, sollte jedoch einen schnellen Prozessor an Bord haben, etwa vom Schlage eines GeForce 75600 oder ATI Radeon X800. Für "Vista Premium Ready": Vielleicht reicht ja noch ein Prozessor mit 3 GHz, besser aber zu einem Modell oder einem mit 3,6 oder 3,8 GHz greifen, idealer Weise gleich einer Version mit mehreren Kernen (Dual-Core, Multi-Core). Sein Pendant auf der Grafikkarte sollte dann schon ein GeForce 7900 oder ATI Radeon 1900 sein, denn die GPU muss bei Vista/Aero Schwerstarbeit leisten. Und wenn dann noch die neue Office-Version hinzu kommt, die ebenfalls mit einer neu gestalteten, opulenten Benutzeroberfläche aufwarten kann, oder Programme für die Bearbeitung von Videos und Digitalfotos, ist das sicherlich nicht zu tief gegriffen. Und beim Arbeitsspeicher sind 2 Gigabyte angesagt. Ich frage mich, warum Microsoft solche Fantasiewerte in die Welt setzt. Es wäre deutlich hilfreicher, würde das Unternehmen Daten präsentieren, die sich an der "Welt da draußen" orientieren. Denn selbst für einen PC, auf dem meist nur Office läuft, sind die "Vista Capable"-Kriterien unzureichend. Ganz zu schweigen von den Anforderungen, die Gamer an ihre Systeme stellen, selbst diejenigen unter ihnen, die sich nur ab und zu ein (älteres) Spielchen gönnen. Vielleicht möchte Microsoft die Anwender – oder besser gesagt IT-Chefs – in Unternehmen nicht verschrecken. Wer von denen würde denn auf Vista setzen, wenn er zuvor seinen gesamten Rechner-Park austauschen müsste?

2 Kommentare

  1. Kommentar von Shinshirow am 16.02.07 13:04:

    Recht hat er !!!!!!!! Auf meinem neuem Rechner /Dual- core 6600 mit 2g Arbeitsspeicher + gforce 8800 hab ich kein Problem mit Vista home premium (natürlich sind hierbei auch neuere Games gemeint ) auf meinem alten Rechner pentium 4 + geforce 6800 1g arbeitsspeicher läuft es auch… aber die Gaming- performance is eher schlecht als recht …. in dem Fall kann man nur sagen das MS ma wieder nur sch… erzählt grüsli das müsli Shin

  2. Pingback von Kolumne - Browserkompatibilität oder: die Hölle für Webmaster am 12.05.07 21:28:

    […] im IE5.5 oder im IE6 ggf. komplett anders aus (andersrum geht das natürlich genauso!). Dank Windows Vista kommt jetzt auch noch der IE7 ins Spiel. In diesem sieht die Seite dann nochmals anders aus als im […]