Cisco-Manager Andreas Bechtolsheim auf neuen Wegen

Zu neuen Ufern bricht Andreas Bechtolsheim auf. Der gebürtige Deutsche, der in der Position des Vice President und Geschäftsführers für den Unternehmensbereich Gigabit-Ethernet-Switches von Cisco Systems zuständig war, will Gerüchten zufolge bei einem Startup-Unternehmen einsteigen.

Auf diesem Gebiet hat Bechtolsheim einige Erfahrung vorzuweisen: So ist er einer der Mitbegründer von Sun Microsystems. Nach seinem Ausstieg bei Sun baute er Granite auf, die sich auf die Entwicklung von Hochleistungs-Switches konzentrierte. Cisco übernahm Granite im September 1996 für 220 Millionen Dollar und beförderte Bechtolsheim zum Chef der für Gigabit-Switches zuständigen Business Unit von Cisco. Daneben trat der Manager als Mentor und Investor bei diversen anderen Unternehmen auf. Dazu gehören der Halbleiterhersteller PMC-Sierra, der ICs für Speichersysteme, Telekommunikations-Ausrüstung und funkgestützte Netze herstellt, außerdem Storage Networks, ein Spezialist für Speicherlösungen. Diese Firma stellte allerdings im Sommer ihre Aktivitäten ein.

Wohin es Bechtolsheim nun zieht, ist noch offen. Als einer der Kandidaten wird Procket Networks gehandelt, ein Hersteller von Hochleistungs-Routern. Die amerikanische Firma stellte in diesem Jahr mit dem Pro/8812 und Pro/8801 ihre ersten Produkte vor. Dagegen spricht, dass Procket mit seinen Produkten primäre große Carrier und Internet-Serviceprovider anspricht, also eine Klientel, die Bechtolsheim weitgehend fremd ist. Gute persönliche Kontakte zu den Telekommunikationsfirmen und Internet-Serviceprovidern sind jedoch im Geschäft mit Carrier-Ausrüstung ein absolutes Muss,

Ein weiterer Kandidat ist die Startup-Firma Kealia Incorporated. Von diesem Unternehmen ist noch so gut wie nichts bekannt. Auf der Web-Seite sind bislang nur Informationen darüber zu finden, wie man zu der Firma gelangt, die in Palo Alto (Kalifornien) ihren Sitz hat. Gerüchten zufolge arbeitet Kealia an hoch verfügbaren Systemen für die Übermittlung von Video- und Audio-Daten. Solche Geräte sind beispielsweise für Serviceprovider interessant, die so genannte Streaming-Dienste anbieten. Dabei kann es beispielsweise um einen Live-Mitschnitt eines Konzerts handeln oder um Videokonferenzen. Die Daten werden in Echtzeit über IP-Netze oder das Internet transportiert.

Weitere Einsatzgebiete solcher Video- und Audio-Server sind Online-Videotheken, die Filme über das Internet zum Kunden transportieren, Stichwort Video on Demand. Auch Firmen, die über das Internet Musikdateien zum Herunterladen anbieten, kommen als Anwender in Betracht. Beide Applikations- und Geschäftsfelder zählten vor drei Jahren zu den Hoffnungsträgern der „New Economy“, konnten aber bislang die Erwartungen nicht erfüllen. Nun hat es den Anschein, als würden sich solche Services allmählich etablieren. Ein Beispiel dafür ist Apples Online-Musikbörse ITunes.

Verfasst von: Bernd Reder am 18.12.03, 14:46
cyDome Startseite
Über Bernd Reder


Wer ist Bernd Reder?
Impressum
Home
Kategorien
Content
Firmenstrategien
Messaging
Mobile Computing
Netzwerke
Open Source
RSS
Sicherheit
Suchmaschinen
Telekommunikation
Weblogs
Wireless
Archiv
September 2004
August 2004
Juli 2004
Juni 2004
Mai 2004
April 2004
März 2004
Februar 2004
Januar 2004
Dezember 2003
Links
Corante
Bloghaus
Schockwellenreiter