Bluetooth: Entwicklungs-Kit spart Zeit und Geld

Erheblich kürzere Entwicklungszeiten von Produkten für die Kurzstrecken-Funktechnik Bluetooth verspricht TDK Systems. Sie bietet ein Toolkit an, mit dem ein Produktentwickler nach Angaben des Unternehmens zwei Geräte innerhalb weniger Stunden über Bluetooth miteinander koppeln kann.

TDK.jpg

Schneller zum Bluetooth-Produkt: Mit dem Kit von TDK Systems verringern sich die Entwicklungszeiten nach Angaben der Firma um mehrere Monate. (Bild: TDK Systems)


TDK zufolge hat das den Vorteil, dass bereits in einem frühen Entwicklungsstadium Projektmanager oder andere Experten etwas „Greifbares“ zu Gesicht bekommen. Sie können dann entscheiden, ob es Sinn macht, eine Produktidee weiterzuverfolgen.

Das „blue2i Development Kit“ besteht aus einem Motherboard, einem Bluetooth-Modul, einem USB-Adapter und einer Dokumentation auf CD-ROM. Kostenpunkt: 215 Euro. Weitere dazu passende Adapter sind ab 85 Euro zu haben. Die Module sind 69 x 24 Millimeter groß und verfügen über zwei Analogleitungen, die der Entwickler als Input- und Output-Kanäle konfigurieren kann.

TDK behauptet, dass sich mithilfe des Kits die Entwicklungszeiten um etliche Monate verkürzen lassen. Normalerweise dauere es 15 bis 18 Monate, bis die Hard- und Software für ein Bluetooth-Produkt fertig gestellt und die Zertifizierung abgeschlossen sei. Die Kosten könnten leicht 200.000 bis 300.000 Euro erreichen. Komplett einsparen lässt sich diese Summe mit Sicherheit nicht, wenn ein Unternehmen das blue2i Development Kit einsetzt. Von Vorteil ist jedoch sicherlich, dass Entwickler in diesem Fall auf erprobte Komponenten zurückgreifen können und nicht alle Teile einer Bluetooth-Lösung von Grund auf neu designen müssen.

Einsatzgebiete für Bluetooth-Geräte gibt es genügend, nicht nur diejenigen, um die vor ein, zwei Jahren ein großer Wirbel gemacht wurde: den PC drahtlos an den Drucker anschließen, oder der Datenaustausch via Funk zwischen Notebooks, Personal Digital Assistants und Smartphones. Mittlerweile ist „Blauzahn“ beispielsweise in Freisprecheinrichtungen in Autos im Einsatz, aber auch in medizinischen Systemen. So arbeitet TDK Systems nach eigenen Angaben mit Firmen zusammen, die medizinische Geräte entwickeln, mit denen sich Daten von Patienten erfassen lassen. Ein weiteres Anwendungsgebiet sind Restaurants oder Läden, in denen die Mitarbeiter Lesegeräte für Kredit- und Kundenkarten verwenden.

Selbst vor dem „Lifestyle“ macht Bluetooth nicht Halt: Im Fitness Center könnte der Besucher mithilfe seiner Kundenkarten mit integriertem Bluetooth-Modul anmelden, den Spind in der Garderobe öffnen und schließen oder sogar über Funk Daten von einem Gerät abfragen, etwa die Herzfrequenz oder wie viele Kalorien er bereits verbraucht hat.

Verfasst von: Bernd Reder am 30.01.04, 00:18
Kommentare

Hallo Herr Reder,
hört sich ja echt gut an, aber wo bekomme
ich ein Datenblatt vom Modul her? Was macht das
Modul mit den 2 analogen Eingangsspannungen genau? (Stichwort: Abasten,Frequenz)

Gruss,
Dominic


Verfasst von: Dominic Maurath am 05.03.04, 16:38
cyDome Startseite
Über Bernd Reder


Wer ist Bernd Reder?
Impressum
Home
Kategorien
Content
Firmenstrategien
Messaging
Mobile Computing
Netzwerke
Open Source
RSS
Sicherheit
Suchmaschinen
Telekommunikation
Weblogs
Wireless
Archiv
September 2004
August 2004
Juli 2004
Juni 2004
Mai 2004
April 2004
März 2004
Februar 2004
Januar 2004
Dezember 2003
Links
Corante
Bloghaus
Schockwellenreiter