SCO versus Linux, Teil 1: Computer Associates geht vor SCO in die Knie
Computer Associates (CAI) hat von der SCO Group eine »Intellectual Property Licence” für Linux erworben. Damit beugte sich die Software-Firma dem Druck von SCO. Das Unternehmen behauptet, es besitze das Urheberrecht an Teilen des Programmcodes des Open-Source-Betriebssystems. Jedes Unternehmen, das Linux einsetze, verstoße somit gegen das Urheberrecht.
Computer Associates ist eines von vier Unternehmen, die bislang offiziell eingeräumt haben, eine Lizenz von SCO erworben zu haben. Billig ist diese nicht, denn SCO verlangt pro Linux-Rechner rund 700 Dollar. Dass Computer Associates im Streit um Linux nun klein beigibt, überrascht ein wenig. Denn das Unternehmen zählt zum einen nicht gerade zu den „Leichtgewichten“ in der Software-Branche, hätte sicherlich also genügend Ressourcen, um den Kampf gegen SCO durchzustehen.
Zum anderen hat CAI eine ganze Reihe von Linux-Produkten in sein Portfolio mit aufgenommen, darunter Sicherheitslösungen und Programmpakete für das Management von Datenbeständen oder der IT-Infrastruktur, das Change Management oder für die Verwaltung des Lebenszyklus von Software. Dies passt nicht mit der Tatsache zusammen, dass Computer Associates nun Linux gewissermaßen einen Fußtritt verpasst, indem das Unternehmen SCO entgegen kommt, und das, obwohl im Rechtsstreit zwischen SCO und Linux-Usern noch keine Entscheidung getroffen wurde.
Möglicherweise wissen das die Topmanager von Computer Associates selbst nicht so genau, denn eine schlüssige Erklärung dafür, warum CAI dem Druck von SCO in Sachen Linux-Lizenzgebühren nachgegeben hat, lieferte das Unternehmen bislang nicht.
Tagesaktuelle Informationen zur Causa „SCO versus Linux“ stellt übrigens Linux Online auf seiner Web-Site zur Verfügung.
Verfasst von: Bernd Reder am 04.03.04, 19:49Hallo Herr Reder, Sie sprechen mit mir mit dem SCO-Artikel aus der Seele. Ich dachte, ich wäre mit meiner Verachtung für den Drecks-Monopolisten allein. Aber Gott sei Dank gibt es auch im IT-Bereich Leute, die die Machenschaften von MS so sehen, wie sie sind: kriminell und verwerflich.
Verfasst von: pumuckl am 25.10.04, 19:14

