Datenschutz: US-Fluggesellschaften gaben Passagierdaten an Sicherheitsbehörden weiter

Nach den beiden kleineren Fluggesellschaften Jet Blue und Northwest räumte nun auch American Airlines ein, die Daten von Passagieren an Firmen weitergegeben zu haben, die sie im Auftrag von Sicherheitsbehörden wie der Transportation Security Administration (TSA) nach "Auffälligkeiten" durchsuchten. Im Fall von American Airlines handelt es sich um 1,2 Millionen Datensätze, die das Unternehmen nach dem Attentat auf das World Trade Center am 11. September 2001 herausgab.

Die "Passenger Names Records", die den Behörden zur Verfügung gestellt wurden, enthalten die Adressdaten, Telefonnummer und Kreditkarteninformationen eines Passagiers. Bezeichnend ist, dass einige der Fluggesellschaften erst dann einräumten, die Daten weitergegeben zu haben, als dies durch Indiskretionen bekannt wurde. Mittlerweile haben mehrereFluggäste Klage wegen Verletzung von Persönlichkeitsrechten eingereicht.

Zudem wurden Pläne bekannt, den Flugpassagier noch "gläserner" zu machen als er ohnehin schon ist. Wie bereits berichtet, will die TSA Flugtickets mit Funketiketten ausstatten lassen. Dann lässt sich mithilfe entsprechender Lesegeräte nachprüfen, in welchem Bereich des Flughafens sich ein Flugpassagier gerade aufhält.

Verfasst von: Bernd Reder am 10.04.04, 15:48
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