AOL startet in USA Online-Reality-Show über Existenzgründer
"Big Brother" einmal anders, dieses Mal via Internet beziehungsweise über America Online (AOL): Die 24 Millionen Nutzer des Online-Service können in den kommenden zwölf Monaten über eine spezielle Web-Site mitverfolgen, wie es vier kleinen und mittleren Unternehmen in den USA ergeht. Das Online-Feature namens "The Startup" ist live dabei, wenn ein Erlebnispark im US-Bundesstaat Colorado, ein Wellness-Center in New Orleans, ein Feinkosthandel in Vermont und eine Boutique mit Teenie-Bekleidung in Texas an den Start gehen.
In Online-Journalen und Weblogs berichten die Jungunternehmer wöchentlich, wie es ihnen und ihren Firmen derzeit ergeht. Redakteure des Entrepreneur Magazine, mit dem AOL zusammenarbeitet, steuern Reportagen und Videoclips bei, die auf der Web-Seite veröffentlicht werden.
Sollte das Unternehmen für AOL ein Erfolg werden, ist nicht auszuschließen, dass bald ähnliche Reality Soaps in Europa oder in Deutschland an den Start gehen. Vielleicht könnte der Online-Service ja einmal bei der Bundesagentur für Arbeit anklopfen und den AOL-Usern "Success Stories" über ausgewählte "Ich AGs" präsentieren. Denn die Behörde dürfte für jede Idee offen sein, mit der sich der Berg von 4,5 Millionen Arbeitslosen wenigstens ein bisschen abschmelzen lässt. Und sei es, indem man Erwerbslosen mithilfe von guten (Online-)Beispielen den Sprung in die Selbstständigkeit schmackhaft macht.
Verfasst von: Bernd Reder am 10.04.04, 16:29
