Industriekonsortium will "Phishing" den Garaus machen

Mehr als ein Dutzend namhafter Unternehmen aus den Bereichen Telekommunikation, Finanzwesen und Informationstechnik hat sich zusammengefunden, um Maßnahmen gegen das so genannte "Phishing" zu fördern. Das Trusted Electronic Communications Forum will Techniken und Standards entwickeln, mit denen sich das Erschleichen und der Missbrauch von Account-Daten wie Passwörtern und Kreditkarteninformationen verhindern lassen.

Dem neuen Forum gehören unter anderem ATT Wireless Services, IBM und der Finanzdienstleister Charles Schwab an. Zwar gibt es mit der Anti-Phishing Working Group bereits eine vergleichbare Organisation. Doch offenbar trauen ATT, Charles Schwab und Co. diesem Gremium nicht zu, effiziente Maßnahmen gegen den Identititäts-Klau zu entwickeln.

Phishing ist einem Bericht des Marktforschungsinstitutes Gartner auf dem besten Weg, sich zu einem ernsthaften Problem zu entwickeln. Nach Angaben von Gartner wurden in den vergangenen zwölf Monaten in den USA rund zwei Millionen Online-User Opfer von Phishing-Attacken. Die Angreifer erschlichen sich beispielsweise die Online-Bankdaten inklusive Passwörtern und kauften dann auf Kosten des Opfers Waren ein oder räumten schlichtweg das Konto leer.

Gartner zufolge belief sich der Schaden durch solche illegalen Transaktionen in den Vereinigten Staaten auf etwa 2,4 Milliarden Dollar. Im Durchschnitt wurde jedes Opfer um 1200 Dollar geprellt.

Ein paar Tipps zum Schutz vor Phishing sind in einem anderen Beitrag zu finden, den ich vor ein paar Wochen geschrieben habe.

Verfasst von: Bernd Reder am 18.06.04, 15:11
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