iPod "geknackt": Apple irritiert über Schachzug von Musikanbieter Real Networks

Mit Missfallen hat Apple aufgenommen, dass Kunden des Musik-Download-Dienstes von Real Networks die dort gekauften Songs auch auf "iPod"-Playern von Apple abspielen können. Dies ermöglicht eine Testversion der Media-Player-Software "Real Player".

Wie Apple mitteilte, prüfe man juristische Schritte gegen den Konkurrenten. Das Unternehmen sei erstaunt, dass Real Networks auf Methoden von Hackern zurückgegriffen habe, um in den iPod buchstäblich "einzubrechen". Die Verstimmung von Apple hat einen handfesten wirtschaftlichen Hintergrund: Einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge macht das Geschäft mit dem MP3-Player mittlerweile zwölf Prozent des gesamten Umsatzes von Apple aus. Hinzu kommt, dass die Firma die User des Geräts vorrangig auf die Seiten seiner eigenen Online-Musikbörse iTunes lotsen möchte.

Mit der Version 10.5 von Real Player können Anwender auf das Musik-Portal "Rhapsody" von Real Networks zugreifen und von dort Lieder gegen Bezahlung herunterladen. Real hat nun seinen Media Player so modifiziert, dass er Apples System für das "Digital Rights Management" (DRM) "FairPlay" unterläuft. Dazu dient ein Tool namens "Harmony". Ein DRM dient dazu, digitale Inhalte wie Lieder oder Videos vor dem Zugriff Unbefugter - oder von Konkurrenten - zu schützen.
Mithilfe von Harmony sind User in der Lage, Musik-Files, die sie bei Rhapsody erworben haben, in Formate umzuwandeln, die MP3-Player wie der iPod oder Geräte von Asus, Iriver oder anderen Anbietern verstehen.

Fachleute bewerten die Art fragwürdig, mit der Real Networks an die Informationen kam, um den Kopierschutz von Apple zu knacken: Spezialisten von Real analysierten gezielt die Software des Konkurrenten mittels "Reverse Engineering". Dies könne als gezielter Angriff auf Apples Rechte interpretiert werden.

Apple reklamiert für sich 70 Prozent des weltweiten Online-Musikmarkts. Damit liegt das Unternehmen vor Konkurrenten wie Roxio mit "Napster", OD2 oder Sony mit seinem Service "Connect".

Verfasst von: Bernd Reder am 29.07.04, 22:16
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Real hat mit der Version 10.5 des Real Players "ipod geknackt".Real Player Anwender können auf das Musikdownloadportal "Rhapsody" von Real Networks zugreifen und kostenpflichtig Songs runterladen....
Ping von: Mediablog Kino DVD Movies CDs, am 01.08.04, 14:11
Titel: Apple sauer auf Real Ipod geknackt
Kommentare

Wenn es tatsächlich über Reverse-Engineering geschehen ist, dann kann Apple nichts dagegen tun.

Aber ist das nun schlimm wenn Real Lieder auf den iPod laden kann? Dazu muß man sehen mit was Apple nun Geld verdient. Mit dem iTMS? Ganz sicher nicht. Apple bleiben nur ein paar Cent pro verkauften Song. Der iTMS dient dazu den iPod zu pushen. Das echte Geschäft sind die iPods - wie Sie in ihrem Artikel schon geschrieben haben. So what? Kann es nun schlimm sein das andere Music Stores den iPod auch unterstützen? Der Schaden für Apple ist denkbar gering was dies angeht. Zumal sich die Frage stellt. Welcher iPod-Besitzer würde einen anderen Music Store verwenden, wenn er iTMS haben kann? in Rhapsody kosten die Songs genau so viel, wenn nicht sogar mehr, abgesehen von den 7-Tage Trial Free wo's nur 79 Cent kostet.

Meiner Meinung nach verliert nur Apple etwas an Image. Real - in meinen Augen - sogar noch mehr.


Verfasst von: Thilo am 30.07.04, 10:33
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