Bringt Apple nach dem "iPod" nun ein "iPad"?
Einem Bericht von The Register zufolge gibt es Hinweise, dass Apple Computer an einem Tablet-Computer arbeitet.
Das Unternehmen hat sich angeblich in Europa entsprechende Design-Vorschläge schützen lassen. Die Zeichnungen, von denen im Beitrag von The Register einige zu sehen sind, lassen vermuten, dass Apple ein Gerät im Auge hat, das wie ein iBook aussieht. Firmenchef Steve Jobs streitet ab, dass ein solcher "iPad" herauskommen wird, ebenso, dass die Firma in den Markt für digitale Assistenten (Personal Digital Assistants) einsteigen will.
Letzteres wäre in der Tat verwunderlich, ist dieser Markt derzeit eher durch den Ausstieg von Firmen geprägt ist, siehe Sony und so wie es aussieht auch Toshiba. Dagegen ist durchaus vorstellbar, dass Apple nach dem Erfolg seines Musik-Players "iPod" als Ergänzung ein Gerät entwickelt, das nicht nur Musik, sondern auch Videos abspielt.
Solche Systeme sind derzeit "en vogue". Eines hat etwa die französisch-deutsche Firma Archos mit dem "AV 400" vorgestellt, aber auch Iriver mit dem "PMP-100". Ein portabler Media-Player wäre sicherlich eine gute Ergänzung von Apples Produktportofolio, obwohl auch in diesem Marktsegment der Konkurrenzkampf heftig ist.
Und wenn wir schon beim Spekulieren sind: Natürlich kommt auch ein mobiles Gerät in Frage, das sich eher für den Einsatz zu Hause eignet, etwa eine Kombination aus Video- und Musik-Player, der beispielsweise über ein Wireless LAN an einen Media-Server angeschlossen ist. In diese Richtung zielen beispielsweise Systeme wie der HomePod von Macsense. Das ist ein mobiler Stereo-Player, der MP3-Files abspielt, die er über ein Wireless LAN von einem PC, Macintosh oder Linux-Rechner bezieht. Allerdings kann der User mit einem Homepod "nur" Musik hören und keine DVDs oder Videos ansehen. Möglicherweise will Apple genau in diese Lücke stoßen.
Verfasst von: Bernd Reder am 14.08.04, 13:45
