Kurzumfrage Weblogs: Im Blog-Land nichts Neues
Der Web-Designer D. Keith Robinson hat eine Umfrage zu dem Thema durchgeführt, wie Internet-User RSS-Feeds und News-Reader nutzen. Überraschende Resultate waren nicht zu verzeichnen.
So ist es Robinson zufolge wichtig, mehrere Optionen anzubieten, etwa eine Kurzform des Content, bestehend aus Headline und einer Kurzfassung (Summary), sowie alternativ dazu eine Langversion. Wenige der Befragten nutzen eine Kombination von RSS-Readern und Benachrichtigungsfunktion. Das ist nachvollziehbar. Denn es wirkt störend, wenn sich jedes Mal ein Pop-up-Fenster öffnet, wenn auf einem Channel eine neue News eingestellt wurde, vor allem dann, wenn ein Nutzer viele Nachrichtenquellen abonniert hat.
Produktanzeigen in Weblogs stören die Nutzer zwar, halten sie aber nicht davon ab, ein Blog zu nutzen, vorausgesetzt, die Qualität der Inhalte stimmt und die Anzeigen werden so präsentiert, dass sie nicht allzu störend wirken. Auch deckt sich mit Erkenntnissen, die von klassischen Online-Newsdiensten her bekannt sind.
Ein wichtiger Punkt, so Robinson, der über den Erfolg von Online-Informationsangeboten entscheidet, sei Content Syndication, also der Austausch von Informationen zwischen Web-Sites oder Weblogs. Was die Reader betrifft, bevorzugt die Mehrheit Produkte, die sich in Browser integrieren lassen.
Hier noch eine Lesetipp für Leute, die sich für die Historie von Weblogs interessieren: Virginia Mélian, eine Doktorandin im Fach Journalismus und Medien an der Universität Stockholm, hat einen Aufsatz mit dem Titel "Weblogs - Nodes of Participation in a Global Context" verfasst. Ein interessanter Aspekt: Weblogs sind keinesfalls eine Domäne von Männern. Fast ebenso viele Frauen haben ein Weblog aufsetzt oder sind regelmäßig als Autoren aktiv. Bei anderen IT-lastigen Technologien, selbst dem Web, dominieren unter den Nutzern immer noch die Männer.
Verfasst von: Bernd Reder am 05.09.04, 13:27
