Beiträge von Februar 2004
Pilotprojekt: T-Mobile & Co. wollen mobile Techniken unter einen Hut bringen
Ein ehrgeiziges Projekt wollen T-Mobile, Cisco Systems und Intel starten. In einem Feldversuch möchten sie prüfen, ob beziehungsweise wie das Zusammenspiel von Mobilfunktechniken wie GSM (Global System for Mobile Communications), General Packet Radio System (GPRS) und Universal Mobile Telecommunications System (UMTS) mit Wireless LANs (WLANs) klappt.

Echtzeit-Spezialist Wind River und Redhat entwickeln Embedded Linux
Eine Linux-Version, die in so genannten „Embedded-Systemen“ zum Einsatz kommen soll, wollen Red Hat und Wind River entwickeln. Die Grundlage bildet Red Hats Linux-Distribution, während Windriver die Middleware, Entwicklungswerkzeuge und Services beisteuert. Die zwei Unternehmen haben vor, ein Team von Fachleuten zusammenzustellen, das in Red Hats Forschungszentrum in Westford (Massachusetts) an dem neuen Betriebssystem arbeitet.

Mail-Versender unterlaufen amerikanisches Anti-Spam-Gesetz
„Ich glaube, wir werden das Problem mit den unerwünschten E-Mails bis Ende 2005 gelöst haben.“ Eine mutige Prognose, die Enrique Salem, der Geschäftsführer des Managed-Services-Providers Brigthmail, Ende Januar auf dem World Economic Forum in Davos abgab. Schützenhilfe erhielt Salem von niemand Geringerem als Microsoft-Chef Bill Gates. Auch er ist der Auffassung, dass die Flut der Werbebotschaften sich bis 2006 in den Griff bekommen lässt.

Schnellster Supercomputer Europas steht in Deutschland
Der mit einer Peak-Leistung von 8,9 Tera-Flops (Floating Point Operations per Second) leistungsstärkste Supercomputer Europas hat am Zentralinstitut für Angewandte Mathematik (ZAM) in Jülich den Betrieb aufgenommen. Seine volle Leistungskraft wird der Rechner voraussichtlich im März erreichen. Bei dem System mit dem Namen „p690 Jump“ (Juelich Multi Processor) handelt es sich um ein massiv-paralleles Cluster. Es besteht aus 41 Knoten mit jeweils 32 Power4+-Prozessoren von IBM, die mit 1,7 GHz getaktet sind.

Microsoft will bei MSN künftig auf „Pop-up“-Fenster verzichten
Jeder Internet-Nutzer kennt sie, und die meisten haben von ihnen die Nase voll: Pop-up- und Pop-down-Fenster, die automatisch geladen werden, sobald man auf bestimmen Web-Sites landet. Diese nervige Form der Online-Anzeige ist bei Online-Vermarktern äußert beliebt, zwingt sie den User doch, die Werbebotschaft wahrzunehmen, auch wenn er sie erbost wegklickt. Während sich eine Pop-up-Anzeige vor die Web-Seite schiebt, die der User eigentlich sehen möchte, sind Pop-down-Versionen etwas „nutzerfreundlicher“: Sie öffnen sich im Hintergrund und sind daher nicht so aufdringlich wie Pop-ups.

Forscher kombinieren Chaos-Theorie und neuronale Netze zu sicherer Verschlüsselungstechnik
Ein Verschlüsselungsverfahren, dass sich angeblich nicht knacken lässt, haben Experten der Bar-Ilan-Universität in Israel entwickelt. Es basiert auf Verfahren, die der Chaos-Theorie entlehnt sind, sowie neuronalen Netzen. Die Technik soll einen Schwachpunkt herkömmlicher Verschlüsselungstechniken eliminieren: Diese erzeugen die Keys, mit denen Botschaften verschlüsselt werden, mithilfe von Verfahren, die auf Zufallszahlen beruhen.
Weiterlesen: Forscher kombinieren Chaos-Theorie und neuronale Netze zu sicherer VerschlüsselungstechnikRouter-Spezialist Juniper schluckt für 4 Milliarden Dollar Netscreen
Offenbar sind die Zeiten vorbei, in denen der lahmende Markt den IT- und Netzwerkfirmen die Lust auf kostspielige Akquisitionen genommen hat. Jüngstes Beispiel ist der amerikanische Router-Hersteller Juniper Networks. Er gab heute bekannt, dass er für die respektable Summe von 4 Milliarden Dollar in Aktien Netscreen Technologies schlucken will. Die US-Firma hat sich auf Produkte spezialisiert, mit denen sich Netze absichern lassen, speziell Firewalls und Technologien für den Aufbau von Virtuellen Privaten Netzen (VPN).

Wi-Fi Alliance bringt neuen Sicherheits-Standard für Wireless LANs heraus
Dass eine erweiterte Version der „Wireless Protected Access“-Spezifikation (WPA) herauskommt, stand bereits im vergangenen Jahr fest. Nun präzisierte das Herstellerkonsortium Wi-Fi Alliance seine Planung bezüglich der neuen Sicherheitsnorm für funkgestützte lokale Netze (Wireless LANs). WPA2 soll nun Mitte 2004 vorliegen. Das ist in etwa auch der Zeitpunkt, an dem die für Funknetze zuständige Arbeitsgruppe des Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) den offiziellen WLAN-Sicherheitsstandard IEEE 802.11i verabschieden möchte.

Feldversuch in Nürnberg: UMTS lohnt sich für Geschäftskunden
Eine positive Bilanz haben T-Mobile und Netzausrüster Lucent Technologies nach dem Abschluss eines Feldversuchs mit UMTS (Universal Mobile Telecommunications System) in Nürnberg gezogen. Fünf Firmen hatten ein Jahr lang Gelegenheit, die neue Mobilfunk-Technik zu testen. Lucent stellte die UMTS-Infrastruktur zur Verfügung, T-Mobile die Services.


