Breitbandanschlüsse: Leben wir in Wolkenkuckucksheim?

Nicole Simon fragt sich, ob sie sich in Wolkenkuckucksheim befindet. Bei Loic Le Meur hat sie eine aktuelle Statistik der International Telecommunications Union über die Verbreitung von Breitbandanschlüssen im internationalen Vergleich gefunden. Deutschland taucht in dieser Grafik gar nicht mehr auf.

Als notorischer Miesmacher, was die Entwicklung neuer Technologien in deutschen Landen angeht, habe ich natürlich auch gleich geschlossen, dass wir mal wieder abgehängt wurden. Im Hinterkopf hatte ich aber noch, dass Deutschland hier bis vor kurzem gar nicht sooo schlecht dastand.

Ich habe dann mal ein wenig gegoogelt, bin dann aber leider auf die Schnelle auf keine aktuellen Zahlen gestoßen, die direkt mit der ITU-Statistik vergleichbar wären. Aber laut Computerbase gab es Ende 2004 6,7 DSL-Anschlüsse in Deutschland. Da fehlen jetzt noch die restlichen Breitbandanschlüsse (Kabel, Satellit, etc.), doch das dürfte nicht allzu viel ausmachen.

Jedenfalls müssten wir größenordnungsmäßig bei mindestens 12 Breitbandanschlüssen pro 100 Einwohner liegen. Das wäre ungefähr mit den USA vergleichbar. Für einen Spitzenplatz reicht das nicht, aber in der Grafik müsste Deutschland eigentlich vertreten sein. Scheinbar hat man uns da einfach vergessen. Vielleicht stimmt aber auch an meiner Rechnerei irgendetwas nicht. Kennt jemand vergleichbare Zahlen?

2 Kommentare

  1. Kommentar von Reimer am 1.09.05 22:03:

    Ich glaube nach diesen Meldungen (http://webhostingblog.de/news/999) wird Deutschland bald in der Statistik der Breit-Breitbandzugänge auftauchen 😉

  2. Kommentar von Michael Pietroforte am 2.09.05 18:17:

    Die Frage ist halt, ob immer schnellere DSL-Zugänge tatsächlich auch entsprechende Zuwachsraten bei den Breitbandanschlüssen bringen. Es fehlen hierzulande vor allem Angebote, für die man solche Geschwindigkeiten benötigen würde.