Epaper das Display, auf dem die Zukunft geschrieben wird

Geoff Daily gibt im Econtent Magazine eine Einschätzung über die Entwicklung von Epaper ab. Mit „Epaper“ ist dabei nicht die Online-Ausgabe einer herkömmlichen Zeitung gemeint, sondern eine neue Display-Technologie. Ich frage mich sowieso, wie es zu dieser Begriffsverwirrung überhaupt kommen konnte. Vermutlich lag es an der Unkenntnis einiger Verleger, dass dieser Ausdruck längst belegt ist.

Zwar habe ich selbst noch nie ein Epaper in meinen Händen gehalten, doch alles, was ich darüber gelesen habe, ist sehr viel versprechend. Ich glaube sogar, dass diese Technologie das Zeug hat, das Publikationswesen zu revolutionieren. Nach wie vor ist ein erheblicher Teil aller Publikationen nicht online und nur gedruckt erhältlich. Das hängt zum einen mit der konservativen Grundeinstellung vieler Verleger zusammen, zum anderen aber auch mit dem Leserverhalten vieler Informationskonsumenten. Die meisten Menschen lesen nur ungern längere Texte am Bildschirm.

Mit Epaper könnte sich das Blatt wenden. Die Qualität der Anzeige reicht an die von gewöhnlichem Papier heran, bietet aber die Vorteile eines elektronischen Displays. Man stelle sich vor, man liegt irgendwo in der Karibik am Strand, entfaltet sein Epaper, stöpselt es ans Handy und stöbert dann in der Library of Congress, holt sich den neuesten Bestseller von Amazon oder die gerade eben erschienene Ausgabe der Süddeutschen.

Ok, das geht teilweise auch heute schon mit einem PDA oder Notebook. Aber während Letzteres einfach zu unhandlich ist, um sich damit in den Liegestuhl zu lümmeln, ist das Lesevergnügen am PDA mehr als eingeschränkt. Viele glauben, dass sich Publikationen auf Papier auch in Zukunft nicht von den elektronischen Medien verdrängen lassen. Diese Prognosen beruhen jedoch auf dem Istzustand technologischer Möglichkeiten und sind daher nicht allzu viel wert.

Econtent Magazine: Epaper: The Flexible Electronic Display of the Future

1 Kommentar

  1. Trackback von dertest.twoday.net am 18.04.05 12:28:

    Googlethek

    Grad beim WDR gelesen, dass Google dabei ist, ein paar B