Fünf Dinge, die du niemals über mich erfahren wirst

Zurzeit grassiert in der Blogosphere eine Art Kettenbrief. Die Adressaten werden dazu aufgefordert, fünf Dinge über sich Preis zu geben, die der Leser des Blogs vermutlich noch nicht wusste. Dann muss man fünf weitere Blogger „taggen", die ebenfalls fünf Geheimnisse verraten sollen. Schon einige prominente Blogger haben sich dafür hergegeben. U.a. Darren Rowse, Ed Bott und  Mary Jo Foley.

Ich weiß nicht, ob die Welle schon über den großen Teich herübergeschwappt ist, da ich momentan kaum deutschsprachige Blog lese. Lange wird das aber wohl nicht auf sich warten lassen.

Natürlich findet so etwas untern Bloggern großen Anklang. Jeder fühlt sich geschmeichelt, wenn er dann auch endlich mal „getaggt" wird. Mal ganz davon abgesehen, dass „taggen" derzeit sowieso absolut cool ist, geht es den meisten Bloggern ja in erster Linie um Anerkennung.

Wie bei jedem Kettenbrief kommt natürlich unweigerlich jeder mal dran. Und die letzten in der Kette finden niemanden mehr, den sie „taggen" können. Das ist dann natürlich peinlich.

Ich halte dieses Spiel ehrlich gesagt für ziemlich kindisch. Es erinnert mich an meine Schulzeit, wo fast jede Woche so ein Brieflein kursierte: Nenne Deine fünf besten Freunde und gib ihnen diese Botschaft.

Deshalb hat es mich auch ziemlich gewundert, dass prominente Blogger dieses Spielchen mitmachen. Eigentlich müsste man meinen, die hätten schon genug Beifall eingeheimst. Aber vielleicht macht Applaus auch einfach süchtig.

1 Kommentar

  1. Kommentar von neptun am 20.03.07 14:19:

    warum sollten sich erwachsene nicht auch ab und zu an kindischen spielen erfreuen dürfen?

    evolutionstechnisch gesehen hat sich unsere spezies u.a. nicht zulesetzt deshalb so weiter entwickelt,
    weil die exemplare unserer spezies ihre kindlichen spiele, neugierde und entdeckungsfreude auch im fortgeschrittenen erwachsenenalter nicht abgelegt haben.
    findet man auch bei anderen hoch entwickelten tierarten.
    kindisch sein hat also wohl direkt was mit fortschritt und anpassungsfähigkeit zu tun…

    dass das vielleicht in veralteten konservativen erziehungsmodellen anders gesehen wird ist überholt, man sollte bei kindern ihre neugierde und kindische spiele fördern und ihnen nicht ihre kindlichkeit austreiben, um nicht später starre, festgefahrene unanpassungsfähige erwachsene zu erziehen.