Google ist schlauer als die Neue Zürcher Zeitung

Wenn man bei Google nach “Wikinews” sucht, kommt der Beitrag aus der Neuen Zürcher Zeitung, über den ich vor ein paar Tagen hergezogen bin, bereits auf der ersten Seite, gleich nach Heise und noch einen Platz vor cyDome. Der Suchbegriff kommt weder auf der Seite noch im Google-Cache vor. Da ich den Artikel auch im Original in der Print-Ausgabe gelesen habe, bin ich mir relativ sicher, dass der Ausdruck nie auf der Webseite stand.

Offensichtlich kommt der Begriff in vielen Links vor, die auf diesen Beitrag verweisen. Wenn man bedenkt, dass Google immerhin 146.000 Seiten als Treffer für “Wikinews” ausspuckt, ist das schon halbwegs erstaunlich.

Der Betreiber einer Website hat es also nicht alleine in der Hand, bei welchen Suchbegriffen die eignen Seiten ganz vorne bei Google auftauchen. Theoretisch wäre es wohl auch möglich, auf diese Weise mit unliebsamen Begriffen die Website der Konkurrenz in Misskredit zu bringen.

2 Kommentare

  1. Kommentar von Stefan Bucher am 28.01.05 23:07:

    Genau so funktionieren doch Google-Bomben. Zum Beispiel erscheint bei der Suche nach ‚jämmerlicher waschlappen‘ an erster Stelle (seit Monaten) ein Schweizer Bundesrat.

  2. Kommentar von Michael Pietroforte am 28.01.05 23:33:

    Erstaunlich fand ich an diesem Fall, dass es sich ja hier nicht um eine Google-Bombe im üblichen Sinn handelte. Es gab wohl keinen Aufruf, unter diesem Begriff auf den Beitrag zu verlinken, dem unzählige Blogger folgten. Offensichtlich sind nicht allzu viele Links notwendig, um selbst bei einem so häufig gebrauchten Wort ganz vorne zu landen. Daraus schließe ich, dass es auch ohne eine konzertierte Aktion funktioniert, also auch ohne Google-Bombe.