ISA Server 2004, VMware und ein paar Links

Zur Zeit teste ich die neueste Version des Firewall- und Proxy-Systems von Microsoft. Die Final ist jetzt verfügbar, eine Demo steht zum Download bereit. Der Vorgänger, ISA Server 2000, hatte so manche Macke, die ich bereits vor einiger Zeit in der Computerwoche beschrieben hatte.

Vieles davon ist beim Nachfolger verbessert worden. Allen voran ist hier die neue, vollkommen überarbeitete Benutzeroberfläche zu nennen. Beim ISA Server 2000 war selbst Firewall-Profis auf Anhieb oft nicht klar, was die ein oder andere Einstellung bewirken würde.

Dass die Firewall im Prinzip nur mit NAT arbeitete, empfand ich damals als großen Nachteil. Dieses Manko wurde ebenfalls behoben. Als transparente Firewall kann man den ISA Server aber nach wie vor nicht betreiben. Die neue Bridge-Funktion des Windows Server 2003 ist somit zusammen mit der Firewall nicht verwendbar.

Natürlich bietet der ISA Server 2004 noch eine Reihe weiterer neuer Features. Darüber und eventuell auch über die Schwächen werde ich in Kürze berichten.

Übrigens teste ich in einer rein virtuellen Umgebung, nämlich mit VMware Workstation. Ich war erstaunt, wie gut das funktioniert. Schließlich benötigt man für den Test einer Firewall mindestens drei Rechner, die in diesem Falle über ein virtuelles Netzwerk miteinander kommunizieren. VMware Workstatation bietet hierfür virtuelle Netzwerkswitches. Im Nu hat man sich damit jede beliebige Netzwerkkonfiguration zusammengeklickt.

Auf der deutschen Produkt-Homepage gibt es zum Teil interessantere Infos als auf der amerikanischen. Die ISA Server FAQ bietet einige Konfigurations- und Installationsanleitungen. Erste Besprechungen sind bei Infoworld und bei Computerweekly erschienen. Bei ISAserver.org findet man ebenfalls eine Reihe interessanter Beiträge. Die Site wird unter anderem von Tom Shinder betrieben, dessen Buch Configuring ISA Server 2004 im September diesen Jahres verfügbar sein wird.

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