Content: Buch-Vermarktung online
Die FAZ entdeckt in einem profunden Artikel die Buch-Promotion via Weblog. Anhand einiger Beispiele geht dabei Harald Staun auf die "Invasion der Blogger" näher ein.
So hat der Fantasy- und Comic-Autor Neil Gaiman im Internet seinen Roman "American Gods" mit Hilfe eines Weblogs beworben. Auf dieses innovative Format haben auch schon viele andere Autoren gesetzt. Allerdings waren die wenigsten damit derart erfolgreich wie Gaiman.
"Monate vor dem Erscheinungstermin seines Buches begann er mit der Veröffentlichung eines "Journals", in dem er Einblicke in die Produktionsbedingungen gewährte, ironisch seine Verhandlungen mit dem Verlag beschrieb, konzeptuelle Überlegungen verriet oder auch nur kurz von seinen Reisen berichtete. Über 56.000 Nutzer besuchten die Seite vor der Veröffentlichung des Buches und diskutierten in froher Erwartung darüber an anderer Stelle im Netz."
Es gibt natürlich auch einige deutsche Beispiele für die Selbstvermarktung via Weblog: So hat Janko Roettgers über das Ende der Musikindustrie ein Buch geschrieben und vermarktet dasselbe über ein interessantes Weblog. Bernd Wetzenbacher (jetzt Pitz) hat sein Amazon-Buch ebenfalls auf diesem Wege promotet.
Meiner Ansicht nach bieten Weblogs eine sehr gute Möglichkeit für Autoren und Verlage, ihre Leser stärker an sich zu binden und sie vielleicht sogar ein wenig am Produktionsprozess selbst zu beteiligen. Jedoch besteht keinesfalls die Gefahr, dass die Autoren ihre Werke ohne Verlage vermarkten. Daran haben sich bereits einige Star-Autoren wie Stephan King vergebens versucht.
>>FAZ.net: Die Invasion der Blogger
>> Jan Roettgers Weblog: Mix, Burn & R.I.P. - Das Ende der Musikindustrie
>> Weblog zum Buch: Erfolgreich verkaufen bei Amazon.de
>> via Netbib

