ePayment: Micropayment auf Kundensuche
Erst langsam haben sich die Deutschen an Plastikkarten gewöhnt. Und schon scheint die nächste Revolution im Zahlungsverkehr bervorzustehen. Jedenfalls wünschen sich das einige ePayment-Anbieter. PayPal, Peppercoin oder BitPass könnten den elektronischen Zahlungsverkehr völlig durcheinander wirbeln, falls die Kunden sich darauf tatsächlich einlassen...
Laut einer von Peppercoin in Auftrag gegebenen Studie haben im vergangenen Jahr 4 Millionen US-Bürger Online-Content für unter $2 gekauft. 30 Millionen Amerikaner würden in 2004 ebenfalls für Online-Content unter $2 zahlen wollen. Mikropayments scheinen beliebt zu sein, zumindest in dieser Studie. Und könnten beim Verkauf von Online-Artikeln, Online-Filmen, Online-Musik sowie einzelnen Cartoons eingesetzt werden.
Je einfacher das Paymentverfahren ist, desto eher lassen sich die Nutzer davon überzeugen. Bislang dominiert in Deutschland noch Firstgate bei Paid Content den digitalen Zahlungsverkehr. Doch das könnte sich mit neuen Anbietern, die günstigere Kondiditionen für Content-Anbieter zur Verfügung stellen, sehr schnell ändern.
Niedrige Gebühren machen den Kauf eines einzelnen Artikels erschwinglicher und senken die Hürde, die ein Kunde überwinden muss. Trotzdem sieht die Wirklichkeit noch immer anders aus. Bisher konnten sich noch keine Micropaymentlösungen am Markt durchsetzen. Anscheinend mögen die Kunden Micropayments einfach nicht:
"But not everyone is convinced that small is beautiful in e-commerce. Despite these innovations to lure consumers into making tiny transactions, micropayments are inevitably "doomed," says Clay Shirky, a professor at New York University's Interactive Telecommunications Program. "The problem with micropayments is that users hate them," he says in a phone interview. "We have a colloquial phrase, in fact, for micropayments: It's called 'being nickel-and-dimed to death.' "
Das Peppercoin-Modell:
"Peppercoin charges 7 to 9 cents on a $1 transaction. BitPass charges 15 percent for purchases up to $5. PayPal, an established online payment system owned by eBay, with 40 million users, said recently that it would lower its fee for large-volume music sites from 2.2 percent plus 20 to 30 cents per transaction to 2.5 percent plus 9 cents per transaction.
Peppercoin cuts costs by aggregating tiny purchases and spreading the transaction cost across many purchases. Most micropayment plans require buyers to set up an online fund with their own money, which they draw on to make small purchases online."
>> The Christian Sciende Monitor: 'Nickel and diming' across the Internet
>> CyDome: PayPal verstärkt seine Aktivitäten auf Firstgate-Territorium
Ping von: Michael Pietroforte, am 24.02.04, 10:25
Titel: PayPal verstärkt seine Aktivitäten auf Firstgate-Territorium
Na ja, 2,5 Millionen Firstgate-Nutzer sind kein Pappenstil. Das ist etwas mehr als die Hälfte als die Zahl der Breitbandanschlüsse in Deutschland. Dann müsste man auch zu dem Schluss kommen, dass die Kunden kein Breitband-Internet wollen und dass die Telekom sich mit DSL nicht auf dem Markt durchgesetzt hätte.
Verfasst von: Michael Pietroforte am 23.02.04, 22:21
Ich glaube nicht, dass sich PayPal oder andere Anbieter so schnell in Deutschland durchsetzen, bin aber dennoch gespannt, ob sich das Micropayment irgendwann überhaupt durchsetzen kann. Bislang sind alle Ansätze gescheitert...
Verfasst von: Klaus Eck am 23.02.04, 22:53

