Content: Wikipedianer im Netz
Trotz zahlreicher Bemühungen um die Etablierung von neuen Geschäftsmodellen im Internet gibt es immer noch einige Unentwegte, die auf "Free Content" setzen: die Wikipedianer. Sie basteln fleissig an einem allumfassenden Internet-Lexikon, an dem jeder mitschreiben kann.
Unfairerweise stellt ein aktueller Spiegel-Artikel Paid Content (Lexika) und Content-for-Free-Modelle (Wikis) einander gegenüber und vergleicht somit Äpfel mit Birnen. Dabei kann selbstverständlich der kostenpflichtige "professionelle" Inhalt nur besser bewertet werden. Dennoch erhält der Leser einen ersten populären Einstieg ins Thema Wikis:
"Die deutschsprachige Version von Wikipedia wird derzeit von mehr als 2000 registrierten und unzähligen anonymen Nutzern gepflegt und ständig weiterentwickelt. Dank einer ausgeklügelten Software bleiben die Aufpasser, unter ihnen der 32 Jahre alte Web-Entwickler Klempert, über alle Veränderungen auf dem Laufenden. Sie sorgen dafür, dass kein Unsinn im Netz steht, suchen per Datenbankabfrage nach Rechtschreibfehlern und redigieren neue Beiträge.
(...) Wikipedia-Pressesprecher Kurt Jansson ist überzeugt, dass das Online-Lexikon in wenigen Jahren die wichtigste kostenlose Informationsquelle für Internetnutzer sein wird: "Die Internet-Enzyklopädie wird ähnlich bekannt sein wie die Suchmaschine Google es heute ist. Die meisten Menschen werden nicht eine Suchmaschine, sondern Wikipedia aufrufen, wenn sie einen Begriff nachschlagen wollen."
Auf die Bedeutung von Wikis insgesamt geht der Artikel leider so gut wie gar nicht ein. Aber vielleicht ist das auch ein wenig zu viel verlangt...Dabei können Wikis durchaus auch für weniger idealistische Business-Ansätze herhalten und im Knowledge Management eingesetzt werden.
>> Spiegel Online: Wikepedia: "Ich weiß etwas, was du nicht weißt..."
Ping von: Klaus Eck, am 09.09.04, 09:39
Titel: Vertraue keinem Wikipedia-Beitrag

