Social Networking mit großen Zuwachsraten
Spiegel online entdeckt einen neuen Trend: das Social Networking, der nun wirklich nicht mehr ganz so neu ist. Leider wird in dem Spiegel-Artikel das Thema Paid Services bzw. Social Networking noch nicht einmal richtig gestreift. Interessanterweise findet ein deutsches Netzwerk, das in dieser Hinsicht sehr erfolgreich ist, noch nicht einmal eine Erwähnung: der Open Business Club, der vor einigen Monaten von Lars Hinrichs gegründet worden ist.
Stattdessen geht Peter Zschunke auf die "neuartigen Communities" Orkut, Meetup und Friendster ein. Für ihn vielleicht sogar "der nächste große Internet-Trend nach der Blogger-Welle mit ihrer unüberschaubaren Vielfalt von Online-Tagebüchern." Viele Journalisten setzen nach wie vor Weblogs mit Online-Tagebüchern gleich. Anscheinend lässt sich diese sehr einfache Schlussfolgerung nicht aus der Welt schaffen, obwohl es inzwischen sehr viele Beispiele für Business Weblogs und journalistische Weblogs gibt.
Open BC kann inzwischen auf eine Erfolgsstory zurückblicken. Mittlerweile hat das Business Netzwerk immerhin über 25.000 Mitglieder, die überwiegend aus dem deutschsprachigen Raum stammen. Davon sind laut Hamburger Open-BC-Gründer Lars Hinrichs rund 45 Prozent Premium-Mitglied.
Auf einen völlig anderen Ansatz setzt Googles Orkut. Bisher gibt es allerdings noch kein erkennbares Business-Modell. Die Funktionalität und Erreichbarkeit des Services lässt desöfteren zu wünschen übrig. Trotz einiger Mängel hat der Dienst jedoch mehr als 132.000 (nicht zahlende) Orkut-Nutzer aus aller Welt, darunter auch rund 3.600 Deutsche. Lars Hinrichs glaubt nicht, dass das Orkut-Rezept wirklich funktioniert: "Dank Googles Unterstützung ist Orkut zwar sicherlich ein sensationeller Erfolg für das Social Networking. Dennoch wird eine Mischung zwischen Business und Private Dating langfristig nicht funktionieren."
>> Spiegel: Mit Freunden ins Netz gehen
Ping von: Klaus Eck, am 04.03.04, 21:34
Titel: ICQ setzt auf Social Networking

