Financial Times erfolgreich mit Paid Content
Während viele Zeitungshäuser zurzeit über eine Anzeigenflaute und zurückgehende Printauflagen klagen, scheint das Online-Business neue Perspektiven aufzuzeigen. Zum einen wollen zahlreiche Verlage ihre Inhalte über E-Paper vermarkten. Andererseits enstehen immer lukrativere Paid-Content-Modelle zu.
Die Financial Times musste im vergangenen Jahr mit 48 Millionen Euro noch höhere Verluste hinnehmen als im Vorjahr (13.5 Millionen). Gleichzeitig konnte die Online-Ausgabe der Zeitung ein profundes Ergebnis vorlegen.
2002 startete die FT.com mit Paid Content. Bis Ende Januar 2004 stieg die Zahl der zahlenden Abonnenten auf 74.000. Das entspricht einer Verbesserung von immerhin 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Angesichts dieser guten Online-Ergebnisse stellt sich mir die Frage, warum immer noch so viele Verlage weiterhin auf Papier bauen und auf ihre Printobjekte setzen, statt ihre Online-Business-Modelle auszubauen. Ihr größtes Asset ist schließlich ihr Content und nicht so sehr seine drucktechnische Verarbeitung.
Zum Glück beklagen sich inzwischen immer weniger Content-Vermarkter über die mangelnde Zahlungsbereitschaft der Nutzer. Stattdessen probieren sie neue Paid-Content-Ansätze aus. Attraktive Inhalte finden meiner Meinung nach auch kostenpflichtig ihre Abnehmer.
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>> via Bernd Pitz
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