Deutsche Blogverweigerer
Die Blog-Unlust der deutschsprachigen Netzbewohner war sicherlich ein Thema auf dem Wiener Weblog-Kongress Blog Talk 2.0. Dafür gab es laut heute.t-online viele Erklärungen. Darunter folgende: "Viele Deutsche leiden unter versteckten Minderwertigkeitskomplexen. Die denken: Wer interessiert sich schon für meine Meinung." Ganz so weit wie heute.t-online.de würde ich jedoch dennoch nicht gehen. Dort heißt es: "Deutschland ist Blog-freie Zone". Die Wachstumsraten der deutschen Weblogs sind so schlecht nun auch wieder nicht. (via Webpropaganda)
Anscheinend hegen einige Blogger zu hohe Erwartungen an das Wachstum der hiesigen Blogosphere. Sie wächst und gedeiht trotz allem - auch in Deutschland. Allerdings etwas langsamer als in den Staaten oder anderen Ländern. Deshalb gleich von einer blog-freien Zone zu schreiben und von Minderwertigkeitskomplexen, das halte ich für völlig überzogen. Statt die Chancen zu sehen, werden - typisch deutsch - lieber Probleme gewälzt.
Verfasst von: klauseck am 11.07.04, 17:19Wo ist das Problem? Wer einen Blog führen möchte, tut es, wer nicht lässt es. Ob dabei Deutschland pro Kopf mehr oder weniger Blogs hat als Irland, mag vielleicht für Statistiker interessant sein. Oder für solche, die damit Geld verdienen möchten (z.B. Hoster) und wegen mangelnder Nachfrage an den nationalen Ehrgeiz appellieren. Jedenfalls steht nirgendwo geschrieben, dass Deutschland Blog-Weltmeister werden müsste. Der Beitrag, auf den du verweist, steht übrigens auf ZDF heute unter der Rubrik "Computer".
Verfasst von: Wolfgang Sommergut am 11.07.04, 17:56
Die Antwort folgt im Update ...
Verfasst von: Klaus Eck am 11.07.04, 18:45
In ca. 3.5 Jahren sind wir hier auch so weit, denn die deutschsprachige Blogosphäre ist genau 1397 Tage hinterher.
Verfasst von: kris am 11.07.04, 22:04

