Unternehmen lieben Business-Chats
... und vergessen darüber Sicherheitsvorkehrungen. Instant Messaging liegt heute voll im Trend. Wer hätte das vor einigen Jahren überhaupt für möglich gehalten, als Chats grundsätzlich verpönnt waren und als reine Ablenkung von der Arbeit angesehen wurden. Laut Gartner Group wird 2005 bereits die Hälfte der gesamten Kommunikation zwischen Unternehmen und ihren Kunden über Instant Messaging (IM) erfolgen. Damit nimmt die Bedeutung der IM-Clients von ICQ, AOL, Yahoo und Microsoft weiter zu. Auf die Sicherheit achten jedoch viel zu wenige Unternehmen, heißt es in einem CIO-Artikel.
In den meisten Unternehmen gibt es weder klare Richtlinien, was in der Kommunikation erlaubt ist und was nicht, noch andere - eher technische - Schutzmaßnahmen gegen IM-Würmen und Viren:
"Unerlaubt installierte IM-Clients wie die von AOL, MSN oder Yahoo öffnen zahlreiche Lücken. IM-Clients können laut Sybari offene Ports in der Unternehmens-Firewall finden und dann eine unkontrollierte Verbindung zu externen IM-Servern herstellen. Über IM empfangene Attachments umgehen die E-Mail-Virenfilter und können Trojaner oder Spyware einschleppen, die sich auch auf andere Rechner im Netzwerk ausbreiten können. Außerdem haben Firmen keine Kontrolle darüber, welche Informationen und Dateien Mitarbeiter über IM an den offiziellen Mail-Systemen vorbei nach außen senden." (CIO)
Instant Messaging (IM) weist dennoch viele Vorteile gegenüber der E-Mail-Kommunikation auf. Während letztere erst auf einem Server eines Internet-Providers zwischengelagert werden müssen, bis der vorgesehene Empfänger sie abholt, erhalten beim IM die Gesprächspartner ihre Botschaften direkt. Dabei ist IM eher eine Art Chat zwischen ausgewählten Teilnehmern, die zur gleichen Zeit online sind und möglichst die gleiche IM-Software nutzen. Allerdings gibt es auch Angebote wie Chat-to-Go oder Trillian, die den System-übergreifenden Chat erlauben.
>> CIO: Instant Messaging schafft neue Sicherheitslöcher
Verfasst von: klauseck am 29.11.04, 20:35
