Beiträge von Juli 2004
IT-Konzerne setzen auf Weblogs
IT-Konzerne wie Microsoft, IBM und andere entdecken die Weblogs immer mehr als interessante Kommunikationsplattform für sich. Längst sind die Blogs für sie keine technische Spielerei mehr, sondern eher eine "enterprise goldmine", so heißt es in dem spannenden Internet.com-Artikel "IT Heavies Lifting Dollars For Blogs" von Michael Singer.
Kaugummis und Marlboros im Netz
Journalistische Weblogs sind wie Kaugummis und Marlboros, meint Zeit-Redakteur Jochen Bittner über den Trend, der wieder einmal aus den USA stammt. Einige Journalisten beklagen die mangelnde Qualität der Weblogbeiträge und sehen darin eine Gefahr für die klassischen Medien, so heißt es in einem durchaus lesenswerten Online-Journalismus-Dossier.
Weiterlesen: Kaugummis und Marlboros im NetzZypries zu Softwarepatenten und DRM
Die Justizministerin Renate Zypries und Ministerialdirektor Elmar Hucko gaben der C't ein Interview zu den viel diskutierten Themenkomplexen Softwarepatente und Urheberrecht in der Informationsgesellschaft. In beiden Bereichen stehen ja heftig umstrittene Gesetzgebungsvorhaben kurz vor der Vollendung.
Technisierung fürs Gefühl
Neuerdings sind Digitalkameras mit einer Auflösung von bis zu 14 Megapixeln im Handel erhältlich. Experten halten diese Entwicklungen in der neuen schönen Digitalwelt für völlig absurd, weil sie dem Normalanwender wenig bringen.
Weiterlesen: Technisierung fürs GefühlBusiness Weblogs statt Zeitschriften?
Die Reichweite der IT-Zeitschriften ist im Vergleich zur Dot.Com-Hype-Ära erheblich zurückgegangen. Nur noch wenige Printtitel beschäftigen sich heute mit dem Thema Internet. Desto mehr stellt sich mir die Frage, ob nicht Business Weblogs oder andere Online-Publishing-Angebote längst ihre Rolle in kleinen segmentierten Märkten übernommen haben.
Weiterlesen: Business Weblogs statt Zeitschriften?Wir sind die fünfte Gewalt
Die Debatte um Journalismus und Weblogs geht weiter und findet einen interessanten Schluss. Zumindest in einem Artikel von Petra Steinberger in der Süddeutschen Zeitung. Demnach sind Blogger in gewisser Weise sogar eine Ordnungsmacht geworden:
"Blogs ordnen die Welt für uns ein; für jede Aussage gibt es eine Antwort irgendwo da draußen, jedes Argument wird irgendwo zerlegt und neu zusammengesetzt."Weiterlesen: Wir sind die fünfte Gewalt
Brigitte setzt auf E-Paper
Immer mehr Verlagshäuser bieten elektronische Versionen ihrer Zeitschriften an. Jetzt gibt es auch das Frauenmagazin Brigitte aus dem Verlag Gruner + Jahr als E-Paper zum Download. Dazu setzt Brigitte auf eine Lösung des Technologieanbieters Newsstand.

"Munich Mobile Music Conference" am 16. Juli
Auf der Munich Mobile Music Conference können sich Interessenten am Freitag über die neuesten Trends im Mobile Business informieren. Mobile Music ist "en vogue". Die Mobilfunkbetreiber haben das Thema zwar schon vor langer Zeit für sich entdeckt. Doch in letzter Zeit zeigt sich der Markt mit neuen Produktinnovationen.
Weiterlesen: "Munich Mobile Music Conference" am 16. JuliVerlage schöpfen das B2B-Potenzial des Internets nicht aus
Deutschsprachige Publikumsverlage vernachlässigen ihre Businesskunden im Internet. Zu diesem Ergebnis kommt die B2B-Studie „Publikumsverlage im Internet“, die die Hamburger Unternehmensberatung Heinold, Spiller & Partner in Zusammenarbeit mit der Münchner Content Business Agentur econcon erstellt hat. In der empirischen Untersuchung wurde analysiert, was Buchverlage ihren Businesszielgruppen bieten.
Weiterlesen: Verlage schöpfen das B2B-Potenzial des Internets nicht ausSpam versus E-Mail-Marketing
"Als vor 30 Jahren die E-Mail erfunden wurde, da dachte noch keiner an Werbung. Heute beherrschen Angebote für Viagra & Co., gefälschte Virenwarnungen und rechtsradikale Parolen weite Teile des Mailverkehrs. Warum wir alle Spam bekommen, warum wir uns so sehr darüber ärgern, warum trotzdem erlaubtes E-Mail-Marketing so erfolgreich ist und wie die Idee der erlaubten Werbung heute schon das Marketing verändert", ...
Weiterlesen: Spam versus E-Mail-MarketingDeutsche Blogverweigerer
Die Blog-Unlust der deutschsprachigen Netzbewohner war sicherlich ein Thema auf dem Wiener Weblog-Kongress Blog Talk 2.0. Dafür gab es laut heute.t-online viele Erklärungen. Darunter folgende: "Viele Deutsche leiden unter versteckten Minderwertigkeitskomplexen. Die denken: Wer interessiert sich schon für meine Meinung." Ganz so weit wie heute.t-online.de würde ich jedoch dennoch nicht gehen. Dort heißt es: "Deutschland ist Blog-freie Zone". Die Wachstumsraten der deutschen Weblogs sind so schlecht nun auch wieder nicht. (via Webpropaganda)
Weiterlesen: Deutsche BlogverweigererBlogparade: die Vierte
Ob es sich tatsächlich um die "führenden" Blogs im deutschsprachigen Raum handelt, das sei dahingestellt. Dennoch durchaus lesenswert, um einen ersten Eindruck von der Entwicklung der hiesigen Blogosphere zu erhalten: die Blogparade Nr. 4 bei MEX. Dabei ist es interessant zu sehen, wie sich die einzelnen Weblogs in den vergangenen Monaten entwickelt haben.
Six Apart auf dem Münchner Online-Stammtisch
Auf dem Münchner Bloggertreffen waren gestern Abend auch der US-Gründer von Six Apart Ben Trott sowie seine europäischen Vertreter Loic le Meur und Heiko Hebig zu Besuch. Sie nahmen im Anschluss am BlogTalk 2.0 in Wien am IT- und Medien-Stammtisch des FIWM teil.
Wie mächtig ist Google wirklich?
Access über alles: Wird der Zugang zu Informationen wichtiger als die Information selbst? Verliert der Besitz von Informationen, z.B. in Form von Büchern, an Stellenwert gegenüber einer ständig verfügbaren Zugangsmöglichkeit? Und wohin wandern dann die Werbeeinnahmen? Der kometenhafte Aufstieg von Portalen wie Google wirft Fragen auf, die auch Verlage existenziell betreffen.
Copy and Paste: BlogTalk 2.0
Die Bloggerszene trifft sich zurzeit in Wien auf dem BlogTalk 2.0. Leider konnte ich nicht selbst daran teilnehmen. Zum Glück gibt es auch noch virtuelle Möglichkeiten, am BlogTalk zu partizipieren. Einige Eindrücke vermitteln folgende Beiträge und Fotos:
>> Der Standard: "Weblogs": Konferenz zu Internettagebüchern in Wien
>> Heise: Bloggerszene trifft sich in Wien
>> Welche Blogger sind eigentlich in Wien dabei
>> Joi Ito: BlogTalkViennaNotes
>> Direkt aus Wien:
>> Sinus Weblog
>> Schockwellenreiter
>> smi writing
>> eWerx: BlogWalk 3.0: Networks Networking
>> adplusplus
>> Sum of my Parts
>> Netzbuch: Blogs, Flogs und Vogs
>> Fotos von Bjoern Ognibeni im Weblog The Site-9 Weblog
Was ist eigentlich ein Weblog?
"Fragen Sie bloß nicht nach Weblogs", meint Konstantin Klein in seinem Deutsche-Welle-Beitrag zum Phänomen Blogging. Denn es gibt die unterschiedlichsten Antworten darauf, ohne dass sich dadurch wirklich klären lässt, was ein Weblog ist. Trotz allem zieht er folgendes Fazit:
"Weblogs sind nichts anderes als regelmäßig aktualisierte, sehr subjektive, oft rasend komische, manchmal schon literarische, nicht selten politische Webseiten, gemacht, gepflegt und publiziert von Individualisten, die was zu sagen haben und sich (meist) auch gut ausdrücken können. Weblogs sind keine Nachrichtenquellen, sie sind Kommentare zur Welt- oder auch zur persönlichen Lage des Autors. Und sie sind - und in dieser Hinsicht stimmt das hyperventilierende Hypergestammel der Hyper - die einfachste, schnellste und billigste Möglichkeit, ein Millionenpublikum zu erreichen."
Business-Blogger-Treffen in München
Am 6. Juli sind einige bekannte Blogger-Szene-Größen in München zu Besuch auf dem IT- und Medien-Stammtisch des FIWM. So erwarten wir die US-Gründer von Six Apart Mena und Ben Trott. Außerdem kommen Loic le Meur und Heiko Hebig.
Business Weblogs nicht ohne Content
Welche Themen kann ein Unternehmen online für sich besetzen? Welche Ideen hat es für das Blogging? Bevor ein Unternehmen ein Bussiness Weblog einrichtet, sollte es einige Fragen überprüfen:
"If you don't have access to a continual stream of information relating to your company or the product you intend to promote, implement a periodic e-newsletter. Blogging isn't for you. " (Tessa Wegert bei ClickZ
Ein regelmäßiger Corporate Newsletter, der alle ein bis drei Monate verschickt wird, ist manchmal sinnvoller als ein Weblog, das nicht regelmäßig mit Inhalten bestückt wird.
Kein Hardselling via Weblogs
Erfolgreiche Business Weblogs unterscheiden sich von klassischen Websites. Sie können zwar als Marketing-Tool eingesetzt werden, sollten jedoch nicht als Advertorials zum direkten Verkauf von Produkten und Services genutzt werden:
"The objective is for consumers to depend on your blog for aggregated news and information relevant to your business. If they only wanted corporate babble, they'd visit your Web site." (Tessa Wegert, Ads on Blogs, Blogs as Ads 2; via ewerx)

