Linux-Distributoren beklagen sich über Forrester-Studie

In einem gemeinsamen Statement haben sich die Linux-Distributionen Debian, Mandrake, Red Hat und SUSE zu der kürzlich erschienenen Forrester-Studie geäußert, in der Linux mit Windows in puncto Sicherheit verglichen wurde.

Offenbar hat das Ergebnis dieser Studie einen empfindlichen Nerv getroffen. Schließlich war die vermeintlich bessere Sicherheit von Linux eines der Hauptargumente für das Open-Source-Betriebssystem. Die Distributoren bemängeln in ihrem Schreiben, dass Forrester bei der Frage, wie schnell Patches bereitgestellt werden, die Schwere der Sicherheitslöcher nicht berücksichtigt habe. Bei kritischen Sicherheitslücken reagiere man innerhalb von Stunden, und das sei für den Kunden von entscheidender Bedeutung.

Da die Studie auch zeigt, dass Windows häufiger schwerwiegende Sicherheitslücken aufweist, wäre es in der Tat angebracht gewesen, bei der Beurteilung der Reaktionszeit auch diesen Faktor zu berücksichtigen. Insofern ist die Kritik zweifellos berechtigt. Unklar bleibt indes, wie der Vergleich unter diesen sicher praxisrelevanteren Bedingungen ausgegangen wäre.

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