Michael Pietroforte

Michael PietroforteIch leite die IT-Abteilung der Universitätsbibliothek München. Wir betreiben ein Netz von 550 PC-Arbeitsplätzen und über 30 Server. Die Bibliothek stellt Universitätsangehörigen gut 300 wissenschaftliche Datenbanken, mehr als 20.000 elektronische Zeitschriften und gut 4000 E-Books zur Verfügung. Darüber hinaus betreiben wir einen öffentlich zugänglichen Open-Access-Server, auf dem Doktorranden und Wissenschaftler der Universität ihre Texte elektronisch publizieren können.

Was macht ich sonst noch? Außer im Blog schreibe ich auch hin und wieder für Computerzeitschriften. Eine Liste meiner Publikationen findet man hier.

Was habe ich früher gemacht? Da habe ich Philosophie, Physik und Psychologie studiert. In meiner Magisterarbeit habe ich mich mit der Frage auseinander gesetzt, wie sich menschliches Sprachverstehen in neuronalen Netzen modellieren lässt und worin die Unterschiede zu den klassischen Modellen der Künstlichen-Intelligenz-Forschung liegen. Auf das Internet hat mich damals eine amerikanische Philosophiestudentin aufmerksam gemacht. Die Informatikstudenten, die ich damals kannte, hatten davon noch keine Ahnung. Seit dem ist eigentlich kaum ein Tag vergangen, an dem ich nicht im Netz war.

Und vor dem Studium? Mit der Computerei habe ich schon zu Schulzeiten mein Geld verdient. Über 25 Jahre ist das jetzt her. Zu dieser Zeit begann auch mein Online-Leben, lange bevor das Internet nach Deutschland kam. Mit einem Akustikkoppler, der es immerhin auf 300 Baud brachte, bin ich durch die damalige Online-Welt „gesurft“. Meine ersten Kontakte mit dem Thema Online-Publikation stammen auch aus dieser Zeit. Bildschirmtext alias Btx war damals noch groß im Kommen und ich hatte riesigen Spaß mit dem Erstellen von Btx-Seiten. So viel anders als heute mit den Webseiten war das eigentlich auch gar nicht.

Und davor? Mein allererster Computer war ein Commodore CBM 3016. Das war noch vor den legendären VC 20 und VC 64. Das unförmige Ding mit einem 9''-Grün-Monitor hatte 16 KB RAM und keinen Massenspeicher. Wenn ich die Kiste abschaltete, war das Programm, das man zuvor eingegeben hatte, wieder futsch. Deshalb lief der Computer auch ständig. Daran hat sich bis heute nichts geändert.