MSN Filter: Microsoft steigt ins Geschäft mit Blog-Content ein

Derzeit gibt es kaum ein Unternehmen, das das Thema Weblogs ernster nimmt als Microsoft. Die Zahl der Microsoft-Mitarbeiter, die eigene Weblogs führen, ist kaum mehr überschaubar, mit MSN Spaces betreibt man einen inzwischen recht erfolgreichen Weblog-Dienst und nun steigt man auch noch ins Geschäft mit Weblog-Content ein. MSN Filter heißt die neue Site. Bezahlte Blogger schreiben dort zu Themen aus den Bereichen Lifestyle, Sport, Musik und Technologie.

Leser können auf Inhalte im Web verweisen, die, wenn sie interessant genug erscheinen, von den Bloggern aufgegriffen werden. Daher die Bezeichnung „Filter“. Na ja, ob diese Namensgebung wirklich so glücklich war. Microsoft-Gegner werden mit „Filter“ vermutlich eher Zensur assoziieren.

Eigentlich kann ich mir auch kaum vorstellen, dass tatsächlich Microsoft-kritische Beiträge dort veröffentlicht werden. Und allzu positive Berichte über Microsofts Konkurrenten könnten auch häufiger mal im Filter hängen bleiben. Selbst wenn es keine entsprechende Order geben sollte, wird es sich jeder drei Mal überlegen, bevor einen Beitrag veröffentlicht, der seinem Arbeitgeber in irgendeiner Weise schaden könnte. Das ist und bleibt Microsofts größtes Problem im Content-Geschäft, egal ob es um Suchmaschinen-, News- oder Blog-Content geht.

Ein paar Links zur Diskussion, die derzeit in der englischsprachigen Blogosphere stattfindet:

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