Passwörter deutscher Anwender liegen offen im Netz

Da gibt es scheinbar einen frei zugänglichen Server im Netz, auf dem ausgespähte Passwörter und Buchungsdaten von deutschen Internetnutzern herumliegen. Die PC-Welt berichtet, dass die Daten von Schadprogrammen stammen, die über Phishing-Mails verbreitet werden.

Gestern erhielt ich den Anruf von einer Bekannten, die mir ganz aufgelöst von einer wahnwitzigen Telekom-Rechung berichtete, die sie per E-Mail erhalten habe. Vermutlich handelte es sich dabei um eine dieser Phihsing-Mails. Obwohl sie regelmäßig im Internet ist und natürlich auch E-Mail nutzt, hatte sie noch nie von solchen Mails gehört. Und das ist sicher kein Einzelfall.

Wer keine IT-News liest, und das dürften mit Abstand die meisten Internetanwender sein, bekommt von solchen Dingen nichts mit. Und wenn es sich dann über andere Nachrichtenkanäle verbreitet, ist es meist schon zu spät. Spätestens dann haben die Schwindelhuber eh schon wieder etwas Neues ausgebrütet.

Ich glaube inzwischen, dass sich diese Probleme weder mit einer weiteren technischen Aufrüstung noch mit einer besseren Aufklärung lösen lassen. Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis der politische Wille vorhanden ist, etwas Grundsätzliches zu ändern. Meine Prognose ist, dass schon in vier Jahren dieses Problem zum Wahlkampfthema Nr.2 avanciert. Das Thema Nr.1 wird sich zumindest in Deutschland bis auf weiteres wahrscheinlich nicht verdrängen lassen.

PC-Welt: Web-Server mit ausspionierten Daten entdeckt

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