Start.com: Microsofts Online-RSS-Aggregator und Bookmarkmanager

Angeblich ist es noch inoffiziell, aber Microsofts Online-RSS-Aggregator ist wohl bereits seit einigen Wochen online. Featuremäßig kann er wohl kaum mit Bloglines & Co. mithalten.

Außer RSS schluckt Start.com/1/ auch Atom und erlaubt die Importierung von Feeds per OPML. Merkwürdig ist, dass man sich für die Nutzung des Dienstes nicht anmelden muss. Wenn man seine Feeds auf einem anderen Computer lesen will, benutzt man eine persönliche URL. Die ist jedoch in meinem Fall 102 Zeichen lang und kaum dazu geeignet sie auswendig zu lernen. Man benötigt also ein Medium, wo man diese URL ablegen kann.

Damit ist der größte Vorteil eines Online-RSS-Readers auch schon wieder dahin. Da kann ich auch gleich meine RSS-Feeds auf einem USB-Stick transportieren. Das ist übrigens die Methode, die ich bevorzuge. Mit den spartanischen und langsamen Online-Aggregatoren konnte ich noch nie etwas anfangen.

Der Bookmarkmanager ist ebenfalls über eine persönliche URL zu erreichen und auch nicht gerade der Renner. Über ein ActiveX-Control lassen sich die Favoriten aus dem Internet Explorer importieren. Will man ein neues Bookmark hinzufügen, klickt man auf ein Favelet, das man sich zuvor auf die Toolbar oder zu den Bookmarks schiebt. Zu erwarten wäre hier eigentlich, dass die gerade geöffnete Seite automatisch aufgenommen wird. Bei meinem Test hat das aber dann leider nicht funktioniert.

Gehen wir mal davon aus, dass Start.com sich noch in einem frühen Stadium befindet, denn so kann man mit den inzwischen zahlreichen Konkurrenten in diesem Bereich sicher nicht mithalten.

2 Kommentare

  1. Kommentar von André Fiebig am 3.06.05 13:02:

    Ich bin zu diesem negativen Kommentar über den neuen Dienst von Microsoft übrigens über die Lobpreisung der Innovationskraft von Microsoft gekommen:
    http://cydome.com/de/mpietroforte/archives/000909.shtml.

    Wie ich dort schon gesagt habe, glaube ich gerne daran, es fehlen nur die konkreten Beispiele.

    Das hier ist ja wohl eher – nach Ihren Worten – ein Gegenbeispiel.

  2. Kommentar von Michael Pietroforte am 3.06.05 16:22:

    Microsoft hat in seiner Geschichte schon viel Mist fabriziert. Wäre ja auch verwunderlich, wenn es anders wäre. Die Tatsache, dass es auch Microsoft-Produkte gibt, die nicht innovativ sind, kann allerdings nicht als Beleg dafür gewertet werden, dass die Firma nicht innovativ ist. Ich würde niemals behaupten, dass jedes neue Microsoft-Produkt innovativ ist.