Time Magazine über Weblogs

Why are more and more people getting their news from amateur websites called blogs? Because they’re fast, funny and totally biased

Den fand ich auch gut:

In a way, blogs represent everything the Web was always supposed to be: a mass medium controlled by the masses, in which getting heard depends solely on having something to say and the moxie to say it.

…und den auch:

You can’t blog your way into the White House, at least not yet, but blogs are America thinking out loud, talking to itself, and heaven help the candidate who isn’t listening.

Hier beschwert man sich, dass RSS nicht mal erwähnt wird. Vermutlich wollte man die "intellektuellen" TIME-Leser nicht mit technischen Details langweilen.

Time: Meet Joe Blog
via Geeks News Central.com

5 Kommentare

  1. Kommentar von kris am 14.06.04 20:55:

    RSS wird eh immer überschätzt. Zum Blogs lesen braucht man das nicht unbedingt.

  2. Kommentar von Michael Pietroforte am 14.06.04 21:52:

    RSS ist sehr nützlich, wenn man sich über eine größere Zahl von Informationsquellen auf dem Laufenden halten will. Allerdings denke ich, dass nur eine geringe Anzahl von Internetnutzern daran interessiert ist. Die meisten lesen wohl nur einige wenige Sites regelmäßig oder suchen im Bedarfsfall gezielt nach einer bestimmten Information. Deshalb glaube ich ebenfalls, dass RSS häufig überschätzt wird.

  3. Kommentar von Wolfgang Miedl am 15.06.04 00:12:

    Ich glaube auch nicht, dass RSS in der heutigen Nutzungsform massentauglich ist. Aber m.E. fördert es gerade die kleinen, individuellen Web-Sites, weil man diese gezielter ansteuert.
    Die großen News-Sites sind ja deshalb groß geworden, weil man dort garantiert alle halbe Stunde irgendwas neues zu sehen/lesen bekommt – und sozusagen nicht enttäuscht wird durch „Ereignislosigkeit“. Mit RSS unterbindet man genau dieses Enttäuschungsmoment, das man vom beliebigen ansurfen von kleinen Websites/Weblogs kennt. Man geht nur auf die Site, wenn sich wirklich etwas neues getan hat(„News“).

  4. Kommentar von Michael Pietroforte am 15.06.04 21:09:

    Es gibt sicher noch eine ganze Reihe weiterer Anwendungsmöglichkeiten von RSS (vgl. Trackback oben), doch geht es dabei naturgemäß immer um die Bereitstellung aktueller Inhalte. Ich bezweifle, dass die Mehrheit der Internetnutzer daran ein Interesse hat. Den meisten reicht das Fernsehprogramm und dann vielleicht noch eine Tageszeitung. Dafür braucht man keinen RSS-Reader. Im Unternehmensumfeld sehe ich auch kaum Einsatzmöglichkeiten von RSS. Groupware-Systeme decken hier die Funktionalität von RSS bereits voll ab. Ich denke schon, dass der Verbreitungsgrad von RSS noch deutlich zunehmen wird, aber wenn beispielsweise die Bedeutung von RSS mit der von E-Mail verglichen wird, halte ich das für übertrieben.

  5. Trackback von HIRSCHgarden am 15.06.04 17:34:

    Wird RSS überschätzt?

    In seinem Beitrag über einen Artikel der Time hat Michael Peitroforte einige nette Auszüge zitiert.

    Why are more and more people getting their news from amateur websites