Veritas Backup Exec 9.1 bringt nur Neues für Zusatzoptionen

Gegenüber der Version 9.0 sind im Kernprogramm von Backup Exec kaum Verbesserungen vorgenommen worden. Die interessanten Neuerungen betreffen einige der Add-ons.

Backup Exec 9.1 unterstützt nun auch für Microsoft Exchange 2003 den Volume-Shadow-Copy-Service (VSS) von Windows 2003. Die Sicherung der Exchange-Datenbank im laufenden Betrieb ist somit auch ohne den Exchange-Agenten möglich. Die Exchange-Option muss aber dennoch erworben werden, um VSS für den Exchange-Server einsetzen zu können. Außerdem ist der für Exchange 2003 jetzt verfügbare Agent weiterhin notwendig, wenn auch einzelne Postfächer oder Ordner zurückgesichert werden sollen. Bei einem Backup mittels VSS ist immer nur die gesamte Exchange-Datenbank restaurierbar.

Die Agenten für Windows-Systeme und den SQL-Server sind nunmehr für die jeweiligen 64-Ausgaben verfügbar. Auch die Open-File-Option beziehungsweise VSS können auf 64-bit-Systemen eingesetzt werden.

Die Web-Administrationskonsole von Backup Exec arbeitet jetzt auch mit NAS-Geräten zusammen, die auf dem Windows Storage Server 2003 basieren. Im Großen und Ganzen bietet die Web-Oberfläche die gleiche Funktionalität wie die des Windows-Pendants. Lediglich bei der Bedienung muss man sich etwas umstellen. So werden keine Kontextmenus unterstützt und die Assistenten sind überhaupt nicht verfügbar. In Zusammenarbeit mit Appliances macht die Steuerung über den Web-Browser aber durchaus Sinn.

Ganz neu hinzugekommen ist die „Desktop and Laptop Option (DLO)„. Mit dieser Erweiterung können Daten von Rechnern gesichert werden, die nicht ständig am Netz sind. Anwender legen im Offline-Betrieb ihre Daten in speziell dafür vorgesehenen Verzeichnissen auf ihrem lokalen Rechner ab. Sobald sie sich dann wieder in das Firmennetz einklinken, werden die Datenverzeichnisse mit einem Ordner auf dem Server synchronisiert und anschließend von Backup Exec gesichert. Ähnliche Synchronisationsmechanismen bietet bereits Windows mit den serverbasierten Profilen und den Offline-Dateien. DLO geht in seinen Möglichkeiten allerdings weit darüber hinaus. So können über die DLO-Administrationskonsole zentral eine ganze Reihe von Einstellungen vorgenommen werden. Das Programm legt zum Beispiel auf Wunsch für neue Benutzer und Computer automatisch die entsprechenden lokalen Datenverzeichnisse an. Über Profile können für Benutzer- und Computergruppen Zeitpläne für das Backup oder die zu sichernden Dateitypen zentral festgelegt werden.

Ein ausführlicher Vergleich von Backup Exec mit ARCserve, Retrospect und Tapeware findet sich hier: Backup-Software – Konzepte-Bewertung-Vergleich von Michael Pietroforte

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