Gute Aussichten für RSS-Feeds

Im Hirschgarden setzt sich Siegfried Hirsch umfassend mit der Frage auseinander, warum sich die RSS-Feeds noch nicht im Markt durchgesetzt haben. Anscheinend ist das auch eine Wahrnehmungsfrage. Zumindest auf der schnell wachsenden Anbieterseite im Medien- und Weblogbereich gibt es inzwischen zahlreiche Beispiele für spannende RSS-Angebote.

Allerdings befindet sich das Ganze noch am Anfang seiner Entwicklung. Und es ist sicher für viele Technikfreaks unbefriedigend, dass sich eine so spannende Lösung wie RSS nicht sofort durchsetzt. Andererseits auch kein Wunder, wenn man sich die diversen Format-Familien anschaut: RSS 09.x, RSS 1.0, RSS 2.0 und Atom etc. Kein Wunder, dass davon die Onliner eher verwirrt werden. Eine einheitliche Bezeichnung wäre sicherlich hilfreich. Niemand interessiert letztlich, welche technische Lösung hinter einem Webfeed steht. Die wenigsten RSS-Abonnenten kennen die Unterschiede zwischen den Formaten.

Meiner Ansicht wird RSS schon in wenigen Jahren zum Mainstream gehören. Schließlich gibt es auch bei den Browser-Anbietern erste Ansätze, RSS zu integrieren. So können die Nutzer ihre Webfeeds bspw. direkt über den Browser Opera abonnieren. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis im Internet Explorer ebenfalls RSS integriert wird. Bill Gates hat erst vor kurzem erklärt, wie aufgeschlossen er gegenüber dem Thema Weblogs ist. Jetzt heißt es sogar gerüchteweise, dass er selbst bald ein Weblog schreiben will. Es würde mich deshalb nicht wundern, wenn sich RSS schon bald noch leichter als bisher in Outlook integrieren lassen wird. Es gibt dafür bereits erste IMAP-Lösungen.

In Zukunft wird niemand mehr zwischen E-Mail-Newsletter und RSS-Feeds unterscheiden müssen. Wer seine Informationen über seinen E-Mail-Client beziehen will, kann dies weiterhin tun. Andere werden ihre News lieber webbasiert verwalten oder einen RSS-Aggregator dazu nutzen.

"Meist wird der IT-Worker auch gar nicht so sehr an der täglichen Berieselung mit den neuesten Informationen interessiert sein. Stattdessen sucht er im Bedarfsfall gezielt nach Informationen für die Lösung eines Problems. RSS als viel gepriesene Lösung zur Bewältigung des Informationschaos wird zumindest für einen Großteil der IT-Profis vermutlich sobald nicht zur Wirklichkeit werden." (cyDome, Michael Pietroforte)

Trotz aller Streitigkeiten um das richtige RSS-Format oder um dessen Bezeichnung bin ich mir sicher, dass sich Webfeeds als solches durchsetzen werden. Das Informationsformat bietet zahlreiche Anwendungen im komerziellen wie im nichtkommerziellen Bereich, die die Art und Weise wie in Zukunft Content distribuiert wird, völlig verändern könnte.

>> cyDome: RSS-Feed: tolle Technik, wenig Zuspruch
>> XML-Magazin: RSS - Eine Einführung in Content Syndication mit XML
>> Lockergnome

Verfasst von: klauseck am 25.06.04, 19:49
Kommentare

Deiner Aussage über RSS wird Mainstream stimme ich schon zu. Aber ich denke, und deshalb hab ich die Auflistung einfach mal gemacht - auch als Arbeitsstichpunkte für mich selbst, das es noch einiges zu tun gibt, das es für Normalos deutlich einfacher macht, mit dem Medium RSS zurecht zu kommen und es in ihr tägliches Arbeitsumfeld einzubauen.
Deshalb gefällt mir der Ausspruch:


If Blogs are the Songs, RSS is the Home-made Compilation CD (RSS is cool)

auch so gut.


Verfasst von: Siegfried Hirsch am 26.06.04, 13:04
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